Rhab (die Kurzform für Rhabarber) ist Autor und Zeichner der Rhabtoons.
Doch wer steckt hinter dem Pseudonym?

Rhab wurde in Würzburg, Deutschland geboren. Die Familie wanderte jedoch kurz nach seiner Geburt nach Argentinien aus, wo sie sich auf dem Anwesen eines befreundeten Rinderzüchters und Warlords nieder liess. In diesem behüteten Umfeld, umgeben von Schnellfeuergewehren und Buletten, wuchs Rhab heran und lernte schon bald, den Zeichenstift zu benutzen. Doch die Idylle wurde jäh unterbrochen: Nach einem Brand, ausgelöst durch ein vor sich hinkokelndes Stück Rinderhuft, der das gesamte Anwesen in Schutt und Asche legte, floh die Familie vor der argentinischen Justiz. Auf turbulentem Weg verschlug es Rhab in den fernen Osten*. Weil ein dreijähriger Aufenthalt in einem buddhistischen Kloster jede Biografie veredelt, lebte er für drei Jahre zurückgezogen in einem buddhistischen Kloster und liess sich Enthaltsamkeit lehren.


Rhab im Schwäbischen Wald
Nach dieser prägenden Zeit verlangte es ihn danach, die gelernte Kunst des Verzichts im wahren Leben anzuwenden. Also zog er nach Las Vegas. Dort machte er Bekanntschaft mit Hotelerbinnen und It-Girls, verfiel dem Alkohol (weil eine Suchterkrankung jede Biografie veredelt), und wurde zum beliebten Objekt der dortigen People-Fotografie. Ungezählt sind die verwackelten Schnappschüsse vor blinkenden Clubs und blitzenden Limousinen; ungezählt sind die gebrochenen Herzen der It-Girls! Doch so aufregend die Zeit auch war, so stark war der Drang zurück in die Heimat. Also überliess Rhab die People-Fotografen sich selbst und flog mit einem selbstgelöteten Flugzeug über den Atlantik nach Deutschland. Hier liess er sich zunächst in einer Baumhütte im Schwäbischen Wald nieder und gründete ein Heftklammer-Imperium – weil, wie jeder weiss, ein Imperium jede Biografie veredelt. So hätte er enden können: Zufrieden, satt, reich, und im Wissen, mit seinen Heftklammern einen guten Teil zur international gerühmten Organisiertheit und Ordnung der deutschen Bürowelt beigetragen zu haben.

Indes: etwas juckte ihn in den Fingern. Über die Jahre hinweg hatte er nie aufgehört, zu zeichnen. Und nun war die Zeit gekommen, dieser Leidenschaft die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen! Begleitet von dramatischer Musik ritt er das Imperium in Grund und Boden, schnallte sich ein bescheidenes Bündel auf den Rücken und machte sich auf nach Köln**. Hier, im Schatten des Doms, liess er sich nieder, dieser Mann mit der überaus edlen Biografie; hier lebt und wirkt er nun – und von hier aus schickt er seine kleinen Cartoons in die Welt.

*Ein Weg, der unter anderem den dramatischen Ritt durch die Mongolei auf einem seltenen Esel des jordanischen Königs beinhaltet

** Eine Reise, die unter anderem die unspektakuläre Fahrt in einem gewöhnlichen Überlandbus einer deutschen Überlandbusfirma beinhaltet